Päpstliche Spuren in Altötting

Wenn von Altötting und den Päpsten die Rede ist, dann liegt es natürlich nahe, an die Besuche von Päpsten am bayerischen „Nationalheiligtum“ zu denken. Anno 1782 hat Papst Pius VI. auf dem Weg von Wien nach München am 25. und 26. April in Altötting Station gemacht und als Beter am Altar der Heiligen Kapelle gekniet und – es waren dazumal stürmische Zeiten – seine großen Sorgen um die Kirche der Mutter Gottes zu Füßen gelegt. Unvergessen ist auch uns heutigen noch der Besuch von Papst Johannes Paul II. am 18. und 19. November 1982 in Altötting, an den nicht nur das überlebensgroße bronzene Papst- Denkmal an der Fassade des Kongregationssaales am Kapellplatz erinnert, sondern auch die von Johannes Paul II. damals eigenhändig gepflanzte Papst- Linde. Einen weiteren „päpstlichen Ritterschlag“ hat ein bedeutendes Altöttinger Gotteshaus vor gerade einem Jahrhundert erhalten: die Wallfahrtsbasilika St. Anna.

Ein Jahr nach ihrer Vollendung wurde diese Kirche 1913 mit dem Ehrentitel „Päpstliche Basilika“ ausgezeichnet. Der ihr diese Ehre anno 1913 erwies, war der heilige Papst Pius X., wenige Monate vor seinem Tod.

Zu den äußeren Kennzeichen päpstlicher Basiliken zählt das Wappen des jeweiligen Papstes, das im Bereich des Portals angebracht sein muß. Bei der Altöttinger St. Anna-Basilika prangt es über dem Hauptportal. Und immer, wenn ein neuer Papst gewählt ist, muss das Wappenschild erneuert werden. pb